Rückblick 139/2010 Auf den Spuren der Römer in Xanten



Am 2. Mai 2010 trafen wir uns an der Touristeninformation in Xanten, wo unser gemütlicher Stadtrundgang im Rahmen einer einstündigen Führung durch die historische Altstadt mit vielen Bürgerhäusern, Gassen und Plätzen, Kirchen und Kapellen, umgeben von einer teilweise erhaltenen Stadtmauer samt Wehrtürmen überragt von dem alles beherrschenden St. Viktor Dom begann.

Im Gotischen Haus, einem der ältesten Bauwerke in Xanten war im urigen Obergeschoß für uns ein Mittagstisch reserviert. Chef des Hauses ist Herr Neuhauser aus dem Mühlviertel. Im Römermuseum unternahm ein Führer mit uns eine spannende Reise zurück in die römische Vergangenheit: Einmarsch der Legionen, Aufbau der Colonia Ulpia Traiana sowie Alltag zur Blütezeit dieser Großstadt. Römerinnen und Römer berichteten von ihrem damaligen Leben - von großer Politik, kultureller Vielfalt und persönlichen Schicksalen. Zu den Höhepunkten der Ausstellung gehören der bedeutende Bestand an Waffen und Ausrüstung der römischen Armee, die lebensgroße Bronzestatue des „Lüttinger Knaben", eine aufwändige Wandmalerei von über acht Metern Länge sowie ein Lastkahn aus Holz, der frei schwebend im Luftraum zwischen zwei Ebenen verankert ist. Das Museumsgebäude erhebt sich unmittelbar über den Grundmauern der Großen Thermen, die  einst alles boten, was die Bewohner der Colonia zur Entspannung und Körperpflege benötigten. Hier traf man sich, tauschte Neuigkeiten aus, machte Geschäfte und auch Politik.
Leider vertrieb das Regenwetter die Lust,  das weite Gelände des Archäologischen Parks Xanten zu durchstreifen  - ein Freilichtmuseum, das fast das gesamte antike Stadtgebiet umfasst. Hier wohnten mehr als zehntausend Menschen. Im Maßstab 1 : 1 wurden einige Gebäude auf vorhandenen Fundamenten mit den gleichen Materialien wieder nachgebaut und machen so die Wirkung der Originale begreiflich.

  Willkommen Plastik eines Römerkopfes Mittagessen im gotischen Haus Im Gotischen haus