167 / Rückblick "700 Jahre Steinkohlebergbau Dortmund"


Liebe Leobener Kollegen,

hier ein "Rückblick" für die Veranstaltung am letzten Samstag:

Die erste Erwähnung des Steinkohlenbergbaus im Ruhrgebiet stammt aus dem Jahr 1296, wo der Kohlengräber "Conradus" in Dortmund-Schüren genannt wird. Anfangs gewannen die Menschen im Ruhrtal die Kohle weitgehend zum Eigenverbrauch. Im Mittelalter dienten hauptsächlich Holz und Holzkohle als Brennmaterial. Erst als die Wälder vor etwa 500 Jahren wegen des stark gestiegenen Brennstoffbedarfs weitgehend abgeholzt waren, wurde die Steinkohlenförderung staatlich massiv gefördert.

Durch die Industrialisierung - besonders die Erfindung der Dampfmaschine - weitete sich der Steinkohlenbergbau immer weiter aus, sowohl in die Tiefe als auch nach Norden.

Mitte des 19.Jahrhunderts entstanden auch in unserer Region die großen Tiefbauzechen, die über Generationen das Bild des Ruhrgebiets prägten.Die vorher landwirtschaftlich geprägte, dünn besiedelte Gegend entwickelte sich durch die Industrialisierung und die Zuwanderung vieler Menschen zu dem uns bekannten Ruhrrevier.

Nach vielen Höhen und Tiefen ist der Steinkohlenbergbau bei uns Ende 2018 mit der Stilllegung der letzten beiden Zechen unwiderruflich nach über 700 Jahren zu Ende gegangen. Dr. Volker Schacke ging anhand vieler Darstellungen und Bilder in seinem Vortag auf dieses Kapitel deutscher Bergbaugeschichte ein.

Anschließend erfolgte noch ein Rundgang durch das denkmalgeschützte ehemalige Wohlfahrtsgebäude der Zeche Minister Stein und einen ebenfalls denkmalgeschützten Teil der sehr ansprechenden "Alten Kolonie", die für de Bergleute errichtet worden war.

Ein herzliches Glückauf

28. September 2019

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